Internetradio selbstgebaut

Endlich ist es fertig, mein Internetradio basierend auf einem Raspberry Pi. Der schwierigste Teil war die Frontverkleidung, der fehleranfälligste ist bisher noch die selbstgelötete Verstärkerplatine. Die scheint im Moment immer noch einen Wackelkontakt zu haben, mir ist nur nicht klar an welcher Stelle. Ich kann ihn auch durch Rütteln an verschiedenen Lötstellen / der gesamten Platine nicht erzeugen, wohl aber beheben, wenn er mal auftritt…

Die Frontabdeckung dagegen ist wunderbar. Die Schwierigkeit bestand darin, die kleinen Kurzubschalter und deren Frontabdeckungen so zu befestigen, dass man die Knöpfe auch wirklich drücken kann (selbiges beim Potentiometer).

Die Abdeckungen passten nicht exakt zu den Kurzhubschaltern, insgesamt war es nicht ganz einfach hier günstig, formpassend und schön einzukaufen. Die Abdeckungen sind eigentlich für größere Druckschalter. Die Öffnung hab ich entsprechend ausgespachtelt und die Kurzhubschalter von hinten in die noch weiche Masse eingedrückt. Hält bombenfest.

Die so fertiggestellten Druckknöpfe mussten jetzt irgendwie an die Frontplatte geklebt werden. Dazu hab ich sie auf eine Lochrasterplatine gesteckt und die Lochrasterplatine von hinten gegen die Holzplatte geklebt. Das Ergebnis sieht man in folgendem Foto:

Raspberry Pi Radio von innen

Die goldenen Platinen sind die Lochrasterplatinen, von vorne sind die Kurzhubschalter aufgesteckt. Die Beinchen hab ich so verbogen, dass sie in der Lochrasterplatine stecken bleiben und angelötet. Da sie nicht nach vorne gezogen werden, hält das problemlos.

Die grüne Platte ist das Display. Ein 4-zeiliges LCD-Display. Ich habe auch noch ein Display mit Pixel-Auflösung in meiner Kiste, aber das 4-reihige-Display war schon schwierig genug anzuschließen und anzusteuern :)

Das Potentiometer (rechts oben in der Innenansicht) wiederum habe ich auf ein kleines Holzplättchen mit passendem Durchmesser gesteckt und festgeschraubt. Dann noch messen, wie lang das Potentiometer sein muss und den Stab vorne passend abgesägt. Darauf dann den Drehknopf aufgeschraubt. Die Holzplatte wurde dann gleich wie die Lochrasterplatine von hinten an die Frontabdeckung geklebt.

Das heißt, die Knöpfe und der Drehschalter sind jetzt fest mit der Frontplatte verbaut. Direkt hinter den Drehschaltern wird der Aufbau aber wieder modularer. Ich habe an die Lochrasterplatinen noch einzelne Pins aus Stiftleisten angelötet. Daran kann ich jetzt direkt Jumper-Kabel anschließen, die dann zum Mikrocontroller oder Pi laufen. Dadurch sind die internen Komponenten leicht austausch- oder änderbar.

Ein Kabel des Potentiometers habe ich direkt an den Verstärker gelötet, aber hinter dem Verstärker ist dann auch wieder alles absteckbar (Stromversorgung, Audioausgang, Audioeingang).